{"id":1840,"date":"2015-09-15T16:19:17","date_gmt":"2015-09-15T15:19:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/?p=1840"},"modified":"2016-02-16T16:35:37","modified_gmt":"2016-02-16T15:35:37","slug":"praktikantenbericht-august-2015","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/?p=1840","title":{"rendered":"Praktikantenbericht August 2015"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fiona1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1843\" style=\"margin-right: 8px;\" title=\"Fiona\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fiona1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fiona1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fiona1-140x93.jpg 140w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Fiona1.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Ich hei\u00dfe Fiona, bin 19 Jahre alt, und war diesen Sommer mit in Kenia und hab dort eine ganz besondere Zeit erleben d\u00fcrfen. Ich m\u00f6chte euch gerne einen Eindruck geben, wie ich unsere zwei Projekte, den Kindergarten und die Girls Hut, erlebt habe.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns ein bisschen eingelebt hatten, sah unser \u201enormaler\u201c Tagesablauf meistens recht \u00e4hnlich aus (Ich sage meistens, weil oft alles anders kam als gedacht). Ich hab viel schon in Kenia aufgeschrieben und lass euch gerne an ein paar Ausschnitten teilhaben.<\/p>\n<p>(25.08.15) \u201eMorgens, nach einem schnellen Fr\u00fchst\u00fcck, laufen wir los Richtung Kongoni. Der Himmel ist strahlend blau und wir haben einen wundersch\u00f6nen Blick auf den Mt. Kenia. Ich liebe unseren morgendlichen Weg. Hier von unserer Unterkunft, der Riverlodge, geht es eine staubige Erdstra\u00dfe entlang. Nach einer Weile \u00fcberqueren wir die gr\u00f6\u00dfere Hauptstra\u00dfe und laufen vorbei an vielen Lehm \u2013 oder Strohh\u00fctten. Die H\u00fctten sind mal vereinzelt, mal ganz geballt und haben oft mit einem kleinen Acker davor. Von \u00fcberall her erschallen Kinderrufe, welche uns fragen wie es uns geht (\u201eHow are you, how are you\u201c) . Wenn ich ihnen antworte oder mit meiner gro\u00dfen, wei\u00dfen Hand in ihre einklatsche, freue ich mich \u00fcber ihr strahlendes L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Nach ungef\u00e4hr einer halben Stunde sind wir in Kongoni angekommen. Wir haben alle viel zu tun mit der Arbeit die wir uns vorgenommen haben.<\/p>\n<p>Im Kindergarten arbeiten zwei Kenianerinnen: Mary muss sich bei unserer ersten Begr\u00fc\u00dfung ganz sch\u00f6n strecken, weil ich so gro\u00df bin. Sie ist sehr herzlich und hei\u00dft uns alle gleich willkommen.<!--more--> Eva Angelina ist die K\u00f6chin: super herzlich, super offen und gerade heraus und super engagiert. Beide wohnen ganz in der N\u00e4he und ihre Geschwister oder auch ihre Kinder (oder auch ihre Ziege!) sind jetzt in der Ferienzeit im Kindergarten und packen mit an.<a href=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Kinder-in-Kongoni.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1842\" title=\"Kinder in Kongoni\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Kinder-in-Kongoni-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Kinder-in-Kongoni-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Kinder-in-Kongoni-140x93.jpg 140w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Kinder-in-Kongoni.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Kindergarten bekommen wir Mittagessen. F\u00fcr mich ist es auf der einen Seite total sch\u00f6n mit den Kindern zusammen zu essen, auf der anderen Seite f\u00e4llt es mir auch sehr schwer. Um den eingez\u00e4unten Bereich stehen jeden Mittag auch Kinder, die, weil sie nicht zum Kindergarten geh\u00f6ren, nichts zu essen bekommen.<\/p>\n<p>Die Kinder vom Kindergarten selbst haben es so n\u00f6tig und essen den immer gleichen, leckeren Eintopf mit gro\u00dfem Appetit\u201c<\/p>\n<p>Nach dem Kindergarten ging es f\u00fcr mich und alle anderen die Lust hatten noch zur Girls Hut. Meine Sorgen im Voraus waren, ob wir uns \u00fcberhaupt etwas zu sagen h\u00e4tten. Diese Sorgen stellten sich bald als unbegr\u00fcndet heraus. Ich war froh ein paar Fotos von Zuhause mitgebracht zu haben, mit denen ich am Anfang ein bisschen das Eis brechen konnte. Alles andere war dann auf einen Schlag gar nicht mehr so schwer.<\/p>\n<p>(26.08.15) \u201eSie haben mich einfach am ersten Tag in die Mitte genommen und angefangen mich auszufragen. Und so ist es weiter gegangen. Ich hab ihnen Bilder von meiner Familie gezeigt und sie haben versucht, mir etwas von ihrer Sprache beizubringen. Wir haben sehr viel zusammen gelacht, z.B. \u00fcber Missverst\u00e4ndnisse und Andersartigkeit des jeweils anderen und wir haben zueinander Vertrauen gefasst. Wir haben uns Briefe geschrieben. Ein letztes Bild hat sich bei mir sehr stark eingepr\u00e4gt. Bei Sonnenuntergang verabschieden sich die M\u00e4dchen und wandern auf der staubigen Stra\u00dfe Richtung Timau.\u201c<\/p>\n<p>(28.08.15) \u201eEs f\u00e4llt mir gerade sehr schwer den Tag so erlebnisaufsatzm\u00e4\u00dfig weiter aufzuschreiben&#8230;Es l\u00e4sst sich viel mehr mit Gef\u00fchlen, Stimmung und dem richtigen Moment beschreiben.<\/p>\n<p>Streichen, kleine schwarze H\u00e4nde halten, zuh\u00f6ren, andere Wahrnehmen, Lebensgef\u00fchl sp\u00fcren, Geburtstag feiern, eine Freude machen, Gespr\u00e4che f\u00fchren, da sein, \u00c4ngste teilen&#8230;<\/p>\n<p>Es war ein langer Tag mit vielen Eindr\u00fccken, die sich mir tief einpr\u00e4gen und dort etwas ver\u00e4ndern. Sch\u00f6ne Eindr\u00fccke und solche die mich w\u00fctend und traurig machen, weil ich nichts dagegen tun kann und Dinge akzeptieren muss wie sie sind.\u201c<\/p>\n<p>Die Reise war eine gro\u00dfe Erfahrung f\u00fcr mich und hat mich viel gelehrt: ein bisschen mehr Offenheit, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein, ein bisschen mehr Dankbarkeit, Gelassenheit und Vertrauen.<\/p>\n<p>So viele wichtige Dinge, die man im Alltag viel zu schnell aus den Augen verliert.<\/p>\n<p>(26.08.15) \u201eSie haben mich einfach am ersten Tag in die Mitte genommen und angefangen mich auszufragen. Und so ist es weiter gegangen. Ich hab ihnen Bilder von meiner Familie gezeigt und sie haben versucht, mir etwas von ihrer Sprache beizubringen. Wir haben sehr viel zusammen gelacht, z.B. \u00fcber Missverst\u00e4ndnisse und Andersartigkeit des jeweils anderen und wir haben zueinander Vertrauen gefasst. Wir haben uns Briefe geschrieben. Ein letztes Bild hat sich bei mir sehr stark eingepr\u00e4gt. Bei Sonnenuntergang verabschieden sich die M\u00e4dchen und wandern auf der staubigen Stra\u00dfe Richtung Timau.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hei\u00dfe Fiona, bin 19 Jahre alt, und war diesen Sommer mit in Kenia und hab dort eine ganz besondere Zeit erleben d\u00fcrfen. Ich m\u00f6chte euch gerne einen Eindruck geben, wie ich unsere zwei Projekte, den Kindergarten und die Girls Hut, erlebt habe. 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