{"id":743,"date":"2009-12-15T09:24:46","date_gmt":"2009-12-15T08:24:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/?page_id=743"},"modified":"2009-12-16T20:48:43","modified_gmt":"2009-12-16T19:48:43","slug":"reisen-ganz-personlich","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/?page_id=743","title":{"rendered":"Reisen ganz pers\u00f6nlich"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #808080;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-749\" title=\"Irmgard_Wutte\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Irmgard_Wutte-179x300.jpg\" alt=\"Irmgard_Wutte\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Irmgard_Wutte-179x300.jpg 179w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Irmgard_Wutte-83x140.jpg 83w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Irmgard_Wutte-611x1024.jpg 611w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Irmgard_Wutte.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/>Irmgard Wutte hat 10 Jahre in Kenia gelebt, die erste Waldorfschule in \u00c4quatorialafrika mit aufgebaut und vielf\u00e4ltige Projekte ins Leben gerufen. Seit 1998 veranstaltet sie Kenia- und Asienreisen, \u00a0<em><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #ff9900;\"><span style=\"color: #993300;\">Reisen<\/span> <\/span><span style=\"color: #993300;\">ganz pers\u00f6nlich<\/span><\/span><\/em>, siehe <\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"http:\/\/www.nyendo-reisen.de\"><span style=\"color: #993300;\">www.nyendo-reisen.de<\/span><\/a><\/span><span style=\"color: #0000ff;\">. <\/span><span style=\"color: #808080;\">Ihr Buch \u201e<span style=\"color: #993300;\">Ein leiser Ruf aus Afrika. Mein <\/span><span style=\"color: #993300;\">Leben f\u00fcr die Kinder in Kenia<\/span>\u201c begleitet mit seinem reichen Erfahrungsschatz die Aufbauarbeit von pro-A-kids von Anfang an und es ist ihr wie uns ein Anliegen, Gleichgesinnte zu vernetzen, um ein \u201emehr\u201c zum erreichen. Wenn immer es m\u00f6glich ist, versuchen wir auch, unsere Besuche in Kenia durch gemeinsame Aktivit\u00e4ten zu verbinden. Wir f\u00fcgen\u00a0hier ihre Erfahrungen zum Thema \u201eReisen\u201c ein, da es niemand von uns besser beschreiben k\u00f6nnte. <\/span><\/p>\n<p>Seit Jugend an sp\u00fcre ich den Reisevirus in mir. Er ist mittlerweile ziemlich weit verbreitet und nicht ganz unproblematisch, tr\u00e4gt er doch auch zur Belastung der Umwelt bei. Darum gilt es die eigenen Beweggr\u00fcnde gut zu pr\u00fcfen um die Konsequenzen auch verantworten zu k\u00f6nnen. Es gibt die unterschiedlichsten Motivationen und Gr\u00fcnde zu Reisen von Gesch\u00e4fts- und Bildungsreisen bis zu Abenteuer- und Vergn\u00fcgungsreisen. F\u00fcr mich stand immer die pers\u00f6nliche Begegnung mit Land und Leuten im Mittelpunkt. Je pers\u00f6nlicher sie war, desto mehr war ich betroffen und ber\u00fchrt. Mein selbstverst\u00e4ndliches und oft unbewusstes So-sein-wie-ich-bin &#8211; auch als Teil einer bestimmten Gesellschaft mit all ihren Bed\u00fcrfnissen, Werten und Verhaltensmustern &#8211; wird durch das Fremde erst so recht bewusst. Und dieser Moment als Krise und Chance zugleich, wirft ein neues Licht auf mich und manch meiner unbewussten Zw\u00e4nge und f\u00fchrt dazu, dass neue Ideen, Impulse, Gef\u00fchle einstr\u00f6men k\u00f6nnen. Das kennen wir auch von anderen Lebenssituationen, etwa von besonderen Herausforderungen und Schicksalsschl\u00e4ge \u2013 sie f\u00fchren zu innerem Wachstum. Was kommt beim Reisen dar\u00fcber hinaus noch dazu?<\/p>\n<p>Wir stehen am Anfang einer neuen Zeitepoche des \u201eMiteinander F\u00fcreinanders\u201c, wie der dm-Gr\u00fcnder G\u00f6tz Werner es formuliert hat. In der arbeitsteiligen Wirtschaft ist die Globalisierung bereits realisiert, die br\u00fcderliche Gestaltung aber f\u00fcr die meisten Menschen noch nicht verwirklicht. Wie kann die Verantwortung f\u00fcr die Globalisierung unser Handeln nachhaltig ergreifen, sodass wir z.B. als Konsumenten fair und bewusst einkaufen? Informationen in Form von Fakten und Daten all der weltweiten Not und der Missst\u00e4nde scheinen nicht zu gen\u00fcgen, um unseren Willen zu ergreifen. Es macht sich eher ein Gef\u00fchl der Ohnmacht breit. Hier h\u00e4tte die Reisebranche eine Aufgabe.<\/p>\n<p>Mit Takt und Feingef\u00fchl k\u00f6nnen ganz pers\u00f6nliche Begegnungen mit Benachteiligten und Leidtragenden der Menschheit herbeigef\u00fchrt werden, die zu pers\u00f6nlicher Betroffenheit f\u00fchren und nachhaltig ver\u00e4ndernd wirken. Die Betroffenheit dabei ist umso gr\u00f6\u00dfer, je w\u00fcrdevoller die Begegnung ist. Dazu zwei Beispiele:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-751\" title=\"Kindergruppe\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Kindergruppe-300x189.jpg\" alt=\"Kindergruppe\" width=\"300\" height=\"189\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Kindergruppe-300x189.jpg 300w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Kindergruppe-140x88.jpg 140w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Kindergruppe.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Eine kenianische Bekannte lud uns in eine von kenianischen Lehrern gef\u00fchrte Slumschule ein. Der etwa drei\u00dfigj\u00e4hrige Headmaster begr\u00fc\u00dfte uns in Hemd und Anzug f\u00f6rmlich, doch herzlich und bat uns in sein 9 qm\u00b2 gro\u00dfes B\u00fcro in einer der zwei l\u00e4nglichen Holzbaracken. Dicht gedr\u00e4ngt hockten wir auf schmalen Holzb\u00e4nken entlang den W\u00e4nden, w\u00e4hrend er auf seinem Stuhl hinter dem Schreibtisch sa\u00df und \u2013 strahlte! Eifrig und ernst zugleich erz\u00e4hlte er von all seinen Errungenschaften, den Sch\u00fclern, den Abschlussergebnissen und zeigte den eingerahmten Grundbucheintrag des Grundst\u00fcckes. Das war sein gr\u00f6\u00dfter Stolz, denn f\u00fcr dieses St\u00fcck Land hatte es viele Bewerber gegeben, aber er und seine Kollegen hatten es zugewiesen bekommen. Die steigenden Sch\u00fclerzahlen hatten auch einen Grund: es war ihm gelungen, g\u00fcnstig Bohnen zu erwerben, durch die er seinen Sch\u00fclern t\u00e4glich eine warme Mahlzeit bieten konnte, sodass sie vormittags nicht auf der Suche nach Nahrung den M\u00fcll durchst\u00f6bern mussten. Als sein Bericht zu Ende war, wollten wir mehr \u00fcber die finanzielle Situation wissen. Sichtlich unangenehm war es ihm zuzugeben, dass seine Lehrer nicht immer ihr Gehalt bekommen konnten und sich Zimmer teilen mussten. Die Besichtigung der Schulr\u00e4umlichkeiten war ern\u00fcchternd, glichen sie doch eher geputzten Schafst\u00e4llen mit einer abgeschabten Fl\u00e4che an der Wand als Tafel. Bei der Vorstellungsrunde der Lehrer, die trotz Sommerferien gekommen waren, fiel auf, wie wichtig es jedem einzelnen war, seinen Namen zu nennen und einige sagten: \u201eVergesst uns nicht.\u201c Das pers\u00f6nliche Wahrgenommen-Werden war f\u00fcr sie entscheidend. F\u00fcr den Abschluss sorgte der Musiklehrer, der sich mit einem viel zu gro\u00dfen Hut, einer Pl\u00fcschjacke und einer knallblauen Hose herausgeputzt hatte, dies jedoch in keinster Weise witzig oder komisch fand, sondern mit stoischem Ernst seine kleine Sch\u00fclerschar dirigierte, sichtlich geehrt durch sein wei\u00dfes Publikum.<\/p>\n<p>Waren es die strahlenden Augen des Direktors, die Aufmachung des Musiklehrers oder die sch\u00f6nen Kinderstimmer in dieser Umgebung? Wer wei\u00df, auf jeden Fall floss manche Tr\u00e4ne auf unserer stillen R\u00fcckfahrt im Minibus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-758\" title=\"Elefantenjunges\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Elefantenjunges-300x225.jpg\" alt=\"Elefantenjunges\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Elefantenjunges-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Elefantenjunges-140x105.jpg 140w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Elefantenjunges.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Auf den Philippinen durften wir das Kinderheim des irischen Paters Shay Cullen besuchen, Kinder, die von der Stra\u00dfe und aus den Gef\u00e4ngnissen geholt werden und ihre traumatischen Erlebnisse von Gewalt und Missbrauch aufarbeiten. Etwa die H\u00e4lfte dieser Kinder bleiben, die anderen gehen zur\u00fcck in ihr altes Leben. Uns G\u00e4sten zu Ehren wurde eine Welcome Party gegeben, auf welcher die Kinder ein kleines Programm an T\u00e4nzen und Liedern darboten. Auch ein kleines Theaterst\u00fcck war dabei, das von acht zehn- bis vierzehnj\u00e4hrigen Jungs in ihrer Heimatsprache aufgef\u00fchrt wurde, mit kleinen hiphopartigen Tanz- und Singeinlagen. Es handelte von ihrer Vergangenheit wie und warum sie ins Gef\u00e4ngnis gekommen waren. Obwohl wir die Worte nicht verstanden, konnten wir in ihren ernsten, tiefen Augen lesen. Ich werde die Kraft und Entschlossenheit dieser Kinderaugen nie vergessen.<\/p>\n<p>Ein letztes Beispiel: Ein kenianischer Fischer verkaufte meinem 13j\u00e4hrigen Sohn und mir auf einem vorgelagerten Riff am Indischen Ozean einen Tintenfisch. Im Gespr\u00e4ch erfuhren wir, dass er seit vielen Jahren bis zu 15 Meter tief ohne Sauerstoffger\u00e4t tauchte, um Meerestiere zu fangen. Er konnte drei Minuten die Luft anhalten und musste gut absp\u00fcren, wann er wieder auftauchen musste. Mit angehaltenem Atem die Tintenfische in dieser Tiefe aus dem Korallenriff zu l\u00f6sen war enorm anstrengend. Ob er es denn auch mit Haien zu tun bekomme, wollte mein Sohn wissen. \u201eDie schlafen tags\u201c, war die Antwort, \u201eund liegen wie Baumst\u00e4mme im Wasser. Wird einer wach muss man sich selbst tot stellen, dann umkreisen sie einen neugierig, aber schwimmen weiter. Das habe ich schon erlebt.\u201c Meinem Sohn standen die Haare zu Berge. Der arme Fischer wurde f\u00fcr ihn zum leibhaftigen Helden \u2013 er wird ihn nie vergessen!<\/p>\n<p>Solche Erlebnisse pr\u00e4gen sich tief ein, und verwandeln einen. Ich erkenne meinen Menschenbruder und seine<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-750\" title=\"Fraueninitiative\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Fraueninitiative-300x225.jpg\" alt=\"Fraueninitiative\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Fraueninitiative-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Fraueninitiative-140x105.jpg 140w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/Fraueninitiative.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> G\u00f6ttlichkeit in den widrigsten Umst\u00e4nden und bin ber\u00fchrt. Die eigenen Sorgen l\u00f6sen sich f\u00fcr den Moment in nichts auf; zugleich empfinde ich eine Scham, dass es diesem Menschen \u00e4u\u00dferlich so viel schlechter geht als mir, aber seine Menschenw\u00fcrde mir aus seinen Augen entgegenstrahlt.<\/p>\n<p>Acht Elftkl\u00e4ssler aus der Rudolf Steiner Schule Ismaning, die ihr vierw\u00f6chiges Sozialpraktikum in Kenia absolvierten konnten dieses Erlebnis sehr treffend formulieren. Erst waren sie monatelang wie verstummt. Als sie sich endlich \u00e4u\u00dfern konnten, hie\u00df es: \u201eWir haben uns so gesch\u00e4mt wei\u00df zu sein.\u201c \u201eEs hat Wochen gedauert, bis ich unsere Gesellschaft wieder aushalten konnte.\u201c, \u201eJa, warum denn?\u201c \u201e Die Menschen dort sind irgendwie so fr\u00f6hlich und herzlich und hilfsbereit und haben so gut wie nichts, und wir? Wir meckern \u00fcber alles!\u201c Ein Berichtabend lie\u00df dann einzelne Erlebnisse aufblitzen, ein schwacher Versuch in Worte zu fassen was man eigentlich nicht in Worte fassen kann. Man kann nur den jungen Menschen genau in die Augen sehen und dann wei\u00df man, dass etwas ganz tief in ihrem Inneren geschehen ist, bei dem einen st\u00e4rker bei dem anderen etwas weniger stark oder verborgener. Es ist eine Art Initiation, die ihr Leben ver\u00e4ndert hat. Als ein Jahr sp\u00e4ter einer dieser Sch\u00fcler den kenianischen Kollegen A. auf eigene Kosten f\u00fcr vier Wochen nach Deutschland einlud, meinte er auf meine Frage, wie das f\u00fcr seine Familie war, trocken:\u201c A. ist Teil unserer Familie.\u201c<\/p>\n<p>Das Eins-Sein mit allen Wesen und allem Lebendigen ist eine Wahrheit, die wir noch kaum erleben k\u00f6nnen, wir erleben das Getrennt-Sein! Der Reisevirus erscheint mir eine Suchbewegung der Seele nach sich Selbst im Anderen zu sein, ein Erkennen des Anderen als Teil meiner selbst. Es h\u00e4ngt viel von der Bereitschaft des Reisenden ab, inwieweit er sich darauf einlassen m\u00f6chte,\u00a0 und von der Gestaltung\u00a0 der Reise, ob so eine Begegnung gelingt. Reisen kann auch eine Flucht vor sich selbst sein, die die tiefe Sehnsucht nicht stillt, sondern eher zu einer Reisesucht f\u00fchrt. Andererseits sind diese Erlebnisse ein Geschenk und nicht planbar &#8211; so wie man den L\u00f6wen auf einer Safari im Nationalpark nicht planen kann, sondern sich auf die Suche nach ihm machen muss, um dann pl\u00f6tzlich \u00fcberrascht und tief ergriffen belohnt zu werden.<\/p>\n<p>Und wie ist das f\u00fcr die andere Seite? Freudestrahlend erz\u00e4hlte mir meine erw\u00e4hnte kenianische Bekannte, der Direktor der Slumschule habe nach unserem Besuch so viel Selbstvertrauen gewonnen, dass er sich selbst auf die Suche nach Sponsoren f\u00fcr einen Schulbau aus Stein machte und von einem lokalen Mobilfunkunternehmen schlie\u00dflich die Mittel dazu bekam. Unser aufrichtiges Interesse und unsere Anerkennung hatten seine eigenen Kr\u00e4fte gest\u00e4rkt. Kaum zu glauben, dass das schon gen\u00fcgte. W\u00e4re dies allgemein der Fall, so w\u00e4re das die beste Art von \u201eEntwicklungshilfe\u201c.<\/p>\n<p>Man kann in diesen Begegnungsreisen auch einen Versuch sehen, das gro\u00dfe Unrecht der Entdeckungs- und Eroberungsreisen im 16.\/17. bis ins 19.Jahrhundert \u2013 mit all ihrer Ausbeutung, Unterdr\u00fcckung und Missionierung \u2013 durch individuelle, pers\u00f6nliche Begegnungen zumindest ansatzweise zu verwandeln und aufgebrochene Wunden zu heilen.<\/p>\n<p>Eine gelungene Reise dieser Art bringt uns dem Ziel unserer menschheitlichen Reise n\u00e4her. So wird die Umweltbelastung durch den Reisenden zu einer langfristig heilsamen Investition und man kann nur hoffen, dass f\u00fcr die Fortbewegung bald umweltschonendere Technologien zur Verf\u00fcgung stehen.\u00a0\u00a0<em> &#8211; Irmgard Wutte &#8211;<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-752\" title=\"St\u00f6\u00dfel\" src=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/St\u00f6\u00dfel-133x140.jpg\" alt=\"St\u00f6\u00dfel\" width=\"133\" height=\"140\" srcset=\"http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/St\u00f6\u00dfel-133x140.jpg 133w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/St\u00f6\u00dfel-287x300.jpg 287w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/St\u00f6\u00dfel-979x1024.jpg 979w, http:\/\/www.pro-a-kids.org\/wp-content\/uploads\/2009\/12\/St\u00f6\u00dfel.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px\" \/>Mir ist es noch ein\u00a0pers\u00f6nliches Anliegen, zu erg\u00e4nzen, dass auch wir hier in Deutschland unsere T\u00fcren \u00f6ffnen m\u00fcssen, wenn es uns ernst ist mit einer wirklichen Begegnung. Es scheint, als l\u00e4hme uns vor allem die in meinen Augen fast krankhafte Angst, von unserem \u201ewohlverdienten Wohlstand\u201c ein St\u00fcckchen abgeben zu m\u00fcssen. Bislang muss jeder Afrikaner, der uns besuchen m\u00f6chte, neben vielen anderen Papieren, aus denen seine R\u00fcckkehrabsicht deutlich erkennbar ist, auch eine sogenannte \u00a0\u201eVerpflichtungserkl\u00e4rung\u201c seines Gastgebers vorlegen. Dazu muss dieser seine Einkommensverh\u00e4ltnisse offen legen und sich pers\u00f6nlich verpflichten, f\u00fcr alle durch den Gast entstehenden Kosten einschlie\u00dflich eventueller \u201eR\u00fcckf\u00fchrung\u201c aufzukommen. Jeder gebildete Kenianer, dem ich bisher begegnet bin, wei\u00df dies auch und es ist wirklich besch\u00e4mend als Besucher in einem Land, in dem Gastfreundschaft solch einen hohen Stellenwert genie\u00dft.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0<em> &#8211; Elke B\u00e4r &#8211;<\/em> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irmgard Wutte hat 10 Jahre in Kenia gelebt, die erste Waldorfschule in \u00c4quatorialafrika mit aufgebaut und vielf\u00e4ltige Projekte ins Leben gerufen. Seit 1998 veranstaltet sie Kenia- und Asienreisen, \u00a0Reisen ganz pers\u00f6nlich, siehe www.nyendo-reisen.de. Ihr Buch \u201eEin leiser Ruf aus Afrika. 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